Du hast ein schlechtes Gewissen, weil Du Pausen machst?

In Wirklichkeit macht diese Form der Selbstfürsorge Dich leistungsfähiger.

Oft erlauben es sich beruflich eingespannte Menschen nicht,  sich zu entspannen und Pausen zu machen, weil sie glauben, sie hätten keine  Zeit dafür. Innerlich schlage ich da immer die Hände über dem Kopf zusammen, denn mit halbleerem Akku kann niemand leistungsfähig sein! - Noch viel schlimmer: Nonstop zu machen und zu tun, ist der sichere Weg zum Totalausfall. 

Eine leidvolle Erfahrung, die ich selbst gemacht habe. Heute weiß ich, dass Menschen dauerhaft nur zu 100 % leistungsfähig sind, wenn sie dafür sorgen, dass ihr Energieakku zu 100 % gefüllt ist. Das ist nicht nur eine persönliche Erfahrung, sondern wissenschaftlich belegt. Deshalb ist Selbstfürsorge auch nicht egoistsich, sondern die Voraussetzung für Leistungsfähigkeit, Kreativität  und Erfolg.

Alle, die fest daran glauben „Ich muss erst alles erledigt haben, bevor ich eine Pause einlegen darf“, lade ich ein, mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Wenn du regelmäßig – und rechtzeitig - Pausen macht, bist du ganz schön schlau und aktivierst drei wichtige Fähigkeiten.

Du bist achtsam

Wenn du dich um deinen Energiehaushalt kümmerst, nimmst du deine Bedürfnisse klar wahr. Du spürst, wo ein Zuviel und wo ein Zuwenig ist. Das erfordert eine gute Selbstwahrnehmung, damit deine inneren Ressourcen nicht leerlaufen und du auch in schwierigeren Situationen noch kraftvoll handeln kannst.

Bei einer längeren Autofahrt schaust du ja auch zwischen durch immer mal auf die Tankanzeige, um zu schauen wie weit der Sprit noch reicht. Und du fährst sprühzeitig an die Zapfsäule, um nicht Gefahr zu laufen, auf der Autobahn liegen zu bleiben.  

 

Du gibst dir selbst die Erlaubnis zum Energietanken

Bei Akku und Auto ist uns völlig klar, dass die verbrauchte Energie regelmäßig aufgefüllt werden muss, damit genug Power da ist, um zu funktionieren. Mit uns selbst gehen wir leider oft nicht so pfleglich um.  Da heißt es dann „Ich mach das noch eben schnell fertig!“, selbst, wenn ich mich total platt und fertig fühle.  Ich gestehe es nicht gerne, aber ich kenne diese Momente auch, dass ich achtlos mit den  Bedürfnissen meines Körpers und seinen eindeutigen Signalen umgehe (obwohl ich es besser weiß!). Ich quäle mich durch die Aufgabe. Meine Augen brennen. Es flutscht einfach nicht. Irgendwie sind die Gedanken wirr und es will nichts Vernünftiges mehr aus mir rauskommen. Es ist zum Haare raufen und ich treibe mich trotzdem weiter an.

 

Meine Erfahrung ist, dass das wenig effektiv ist und hier möchte dich ganz besonders einladen, eine neue Perspektive einzunehmen, deine Arbeits- und Pausenregelung anders zu bewerten. Öfter mal ganz bewusst kleine, kurze Pausen einzulegen, sind kein Grund für ein schlechtes Gewissen, sondern ganz im Gegenteil: Gerade, wenn du dir die Erlaubnis gibst, ein Päuschen einzulegen, bleibst du bei Kräften und kannst dadurch viel besser deine Aufgaben zu Ende bringen. 

 

Du bist vorausschauend

Wer nie eine Pause macht, geht ständig über die eigenen Grenzen hinweg. Irgendwann reagieren Körper und Geist, man wird gestresster, genervter, kann sich nicht mehr so konzentrieren oder wird richtig erschöpft. 

Wenn du lernst, mehr für dich zu sorgen, schaust du weiter nach vorne. Du lässt es erst gar nicht dazu kommen, dass es negative Konsequenzen gibt oder reagierst viel schneller, wenn du bemerkst: „Oha, jetzt ist es Zeit …“ Indem du auf dich und deinen Akku schaust, stellst du sicher, dass du auch künftig deinen Zielen, Aufgaben und Verpflichtungen gesund und mit Freude nachkommen kannst. Denn langfristig gesehen ist es unerlässlich, mit seinen vorhandenen Kräften zu haushalten und Erholungsquellen einbaust. 

Für Erholungsquellen gibt es kein Patentrezept für alle, aber es gibt ein breites Feld an Möglichkeiten – da ist für jeden was dabei! Die richtige Balance zwischen Energie verbrauchen und Energie tanken ist entscheidend, damit dein Leben nicht aus dem Gleichgewicht gerät.

 

Du siehst: Kein Grund für ein schlechtes Gewissen!

Dir Pausen zu gönnen, hat nichts mit fehlender Arbeitsmoral oder Egoismus zu tun, sondern mit Eigenverantwortung. Du übernimmst die Verantwortung für Dich und deinen Körper. Du sorgst durch die Pausen dafür, dass dein Akku voll ist. Dadurch kannst du leistungsfähiger und schneller deine Aufgaben erledigen. Gerade in stressigen Zeiten! 

 

Zur Erinnerung an meine neue Pausenregelung hat mir die Erkenntnis geholfen: „Ich muss mir meine Pausen nicht verdienen, sondern nehme sie, wenn ich sie brauche, um dann voll durchzustarten.“ 

 

Heute gönne ich mir in solchen Situationen einen ganz besonderen Tee oder einen heißen Kaffee mit einer extra Portion Milchschaum. ;-)

 

Falls Du eine "größere" Pausen zum Auftanken brauchst...

...könnte das hier das Richtige für Dich sein :)

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Kommentare: 2
  • #1

    Kathleen (Mittwoch, 04 Oktober 2017 19:56)

    Liebe Cornelia,

    toller Artikel! Ich kenne leider noch viele, die ohne Pausen ackern oder die Pausen sind viel zu klein und selten für ihr Pensum. Ich selbst habe mir das vor ein paar Jahren mühsam antrainiert. Jetzt ist es selbstverständlich. Wenn doch mal nicht, was leider manchmal schnell geht, meldet sich inzwischen mein Unterbewusstsein schon vor dem Körper mit einer kleinen oder auch größeren Arbeitsblockade. Erst bin ich etwas sauer, dann froh und dankbar. Denn danach gehts viel besser und effektiver weiter.

    Viele liebe Grüße von Kathleen

  • #2

    Cornelia (Mittwoch, 04 Oktober 2017 20:16)

    Hallo Kathleen,
    ich kenne das auch nur zu gut, aber ich weiß auch, wo das hinführt, wenn magische Grenzen überschritten werden. Ja und Du hast recht. Der Körper sendet deutliche Signale und sagt uns, was er wann braucht. Doch leider sind andere Stimmen ("Ich muss noch mal eben schnell")manchmal lauter, so dass er nicht immer gehört wird. Schön, dass es Dir gelingt gut für Dich zu sorgen und...

    DANKE für deinen wertvollen Kommentar.

    Liebe Grüße Cornelia

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